Kurzfassung
Prägnante Übersicht über berufliche Stationen, Schwerpunkte und fachliche Expertise. Für Entscheider, die sich schnell ein Bild machen wollen.
Oliver Groht arbeitet mit Geschäftsführungen und Eigentümern daran, ihr Unternehmen mit verlässlichen Zahlen und klaren Prozessen zu steuern. Er hat ein Unternehmen mitgegründet, über zwei Jahrzehnte geführt und verkauft — und er kennt die Systeme, in denen die Antworten stecken. Er verbindet unternehmerische Erfahrung mit technischer Umsetzung, von der Kennzahl bis ins Datenmodell.
Als Gründer und Alleingesellschafter der Arkcanis Gruppe hält er Beteiligungen an technologie- und aviationnahen Unternehmen. Berater für die einen, Mitgesellschafter bei den anderen: Er empfiehlt nichts, was er nicht selbst verantworten würde.
Diplom-Ingenieur für Technische Informatik, Unternehmer seit 1999.

1999 — Gründung als IT-Systemhaus. Schon während des Diplomstudiums der Technischen Informatik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg führte Oliver Groht ein eigenes Gewerbe für Computer- und Elektrotechnik. Über ein Projekt im Mikroelektronik-Anwendungszentrum im Harburger Binnenhafen traf er auf die beiden Partner, mit denen er die catworkx GmbH gründete — ohne Ausgründungsprogramm und ohne Fördermittel. Der Name trug das Programm in sich: Das W stand für Windows, das X für Unix und Linux. Statt sich auf eine Welt festzulegen, sollte die bessere Lösung entscheiden.
2001 — Der Rückschlag. Für die Stratex Logistics AG entwickelte das junge Unternehmen eine internetgestützte Notfalllogistik für die Automobilindustrie — so überzeugend, dass Stratex catworkx übernahm, um sich das Wissen zu sichern. Ziel war der Börsengang, Oliver Groht wurde als CTO in den Vorstand berufen, die Verträge waren unterschrieben. Die Anschläge vom 11. September beendeten alles: Das Geschäft brach schlagartig ein, Stratex meldete binnen Monaten Insolvenz an. catworkx löste sich mit einem Verlust im hohen sechsstelligen Bereich aus der Verbindung und ging ohne Investoren durch die Jahre danach.
2002 — Atlassian, zuerst als Anwender. Auf der Suche nach mehr Transparenz im eigenen Betrieb wurde catworkx Kunde bei einem australischen Zwei-Personen-Unternehmen; zu dessen Gründern bestand direkter Kontakt. Aus dem Haus stammt die erste deutsche Übersetzung von Jira, und der deutsche Begriff, der dort bis heute für einen Vorgang steht, wurde dabei geprägt. Offizieller Atlassian-Partner wurde catworkx erst fünf Jahre später, 2007. Erst selbst benutzen, dann anbieten — diese Reihenfolge ist geblieben.
2008 — Werkzeuge jenseits ihres Zwecks. Jira wurde für einen Parkhausbetreiber zur Verfolgung physischer Alarme eingesetzt, Jahre bevor es dafür ein eigenes Produkt gab.
2012 — Die Fokussierung. Nach dem ersten Atlassian Partner Summit in den USA richtete Oliver Groht das Unternehmen neu aus: Das Infrastruktur- und Webgeschäft ging in Atlassian-Dienstleistungen auf, ab 2014 galt der Fokus ausschließlich diesem Ökosystem. Bis Ende 2019 war catworkx einer der führenden Atlassian-Partner im deutschsprachigen Raum. Aus einer Hamburger GmbH war eine Gruppe mit Gesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz geworden, ab 2017 unter seiner Geschäftsführung in der Holding, ab Ende 2020 als CEO mit Verantwortung für die strategische Ausrichtung.
2022 — Verkauf und Neuanfang. Nach der Transaktion der catworkx Gruppe an die Timetoact Gruppe aus Köln konzentriert sich Oliver Groht auf eigene Beteiligungen im Technologie- und Aviation-Bereich, zeitweise bis hin zu eigenen Flugzeug-Besitzgesellschaften. Die Luftfahrt kennt er aus der Eigentümerperspektive. Daneben berät er Unternehmer, die ihre Geschäftsprozesse gestalten oder optimieren wollen.
Zwei öffentliche Quellen dokumentieren diesen Werdegang: die Gründungsjahre im Beitrag des Business People Magazins von 2016, Vom Gründer zum weltweit operierenden IT-Dienstleister, und die Übernahme in der Pressemeldung der TIMETOACT GROUP vom 26. April 2022.
Oliver Groht über den Zuschnitt von Arkcanis:
Eine Gruppe, die acht Jahre in Folge wächst, wird irgendwann unübersichtlich. Damit catworkx steuerbar blieb, habe ich rund achtzig Prozent unserer Prozesse in Jira abgebildet und ein eigenes Auswertungssystem gebaut. Es führte Vorgänge, Zeiterfassung und Buchhaltung zusammen und schrieb daraus Kennzahlen fort, die jeden Morgen aktuell waren. Keine Berichte mehr, die jemand von Hand zusammenstellt.
Das hat mehr bewegt als erwartet. Weil unsere Prozesse beschrieben und zugleich gemessen waren, ließ sich das Qualitätsmanagement nach ISO 9001 in gut drei Monaten zertifizieren. Die Berichte an unseren Hersteller liefen automatisch. Und beim Verkauf der Gruppe zeigte sich der eigentliche Wert: Wer seine Zahlen jederzeit belegen kann, verhandelt schneller und aus einer anderen Position.
Später habe ich als Investor auf der anderen Seite des Tisches gesessen und immer wieder dasselbe Muster gesehen — die Zahlen existieren, aber niemand traut ihnen. Also habe ich dasselbe noch einmal gebaut, für eine andere Branche: In einem Flugbetrieb machte das System nachvollziehbar, was ein einzelner Flug tatsächlich kostet. Damit hatten die Gesellschafter eine belastbare Entscheidungsgrundlage — auch dort, wo das Ergebnis bisherigen Annahmen widersprach.
Für meine Mandate vereinbare ich klare Rollen und halte fest, wer wofür einsteht.
Genau deshalb ist Arkcanis eine Boutique. Kein Handel mit fremden Lizenzen, kein Wachstum über Köpfe, sondern Werkzeuge, die die wiederkehrende Arbeit übernehmen — und Beratung, die nicht bei der Empfehlung aufhört, sondern bis ins Datenmodell reicht.
Diese vier Wörter stehen im Logo von Arkcanis, und sie sind keine Dekoration. Sie benennen den Deming-Zyklus, das Modell der kontinuierlichen Verbesserung, das Oliver Groht als Führungs- und Arbeitsprinzip nutzt — in der eigenen Gruppe wie in den Mandaten.
Der schwierige Teil ist die zweite Hälfte. Planen und umsetzen kann jedes Unternehmen. Woran es meist fehlt, ist der Check: die Messung, die zeigt, ob das Geplante tatsächlich eingetreten ist — früh genug, um noch handeln zu können. Ein Auswertungssystem, das Kennzahlen jeden Morgen fortschreibt, ist nichts anderes als ein Check, der nicht auf den Monatsabschluss wartet. Und Act heißt, dass aus einer Abweichung eine Entscheidung wird und nicht nur eine Folie.
Deshalb endet die Arbeit hier nicht bei der Empfehlung. Wer nur plant und umsetzt, hat den Zyklus zur Hälfte durchlaufen; erst Messung und Konsequenz machen ihn zum Kreis. Dass die eigene Prozesslandschaft beschrieben und zugleich gemessen war, trug bei catworkx auch die Zertifizierung nach ISO 9001 — eine Norm, die denselben Zyklus als Struktur vorgibt.
Wie der Zyklus in der Beratung angewendet wird, steht unter C-Level und Executive Advisory; ausführlich beschreibt ihn der Beitrag Der Deming-Zyklus.
Zwei Varianten: eine kompakte Zusammenfassung und ein ausführliches Executive-CV mit vollständigem Werdegang.
Prägnante Übersicht über berufliche Stationen, Schwerpunkte und fachliche Expertise. Für Entscheider, die sich schnell ein Bild machen wollen.
Werdegang, Führungserfahrung, Projekte und unternehmerische Leistungen im Einzelnen — für eine umfassende Bewertung.
Schreiben Sie uns kurz, worum es geht – wir melden uns bei Ihnen.